Rauhnächte

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Die Rauhnächte sind eine Zeit sich auf sich selbst zu besinnen. Versuche in Dich hinzuhören. Was will ich, welche Ziele habe ich, wie soll mein Weg sein. Eine Zeit das Vergangene abzuschließen und sich auf das Neue Jahr vorzubereiten. Schreibe Dir Deine Träume auf. Schreibe Dir Deine Eingebungen auf. Sie helfen Dir, Dich Deines Weges bewusst zu werden.

Schön ist es auch, wenn Du die Zeit hast, Dich in der Natur aufzuhalten, diese wahrzunehmen. Die Natur gibt uns Erdung.

Widme Dich auch bewusst den Personen Deiner Umgebung und Deiner Familie.

Wenn Dir Bilder in den Kopf kommen, male sie ruhig auf. Wenn Du Steine oder andere Dinge findest, die Dich berühren, so nimm sie mit. Sie können Dich immer wieder an Deine Wünsche und Ziele erinnern, gerade zu Zeiten, in denen es so hektisch ist, dass sich andere Dinge in den Vordergrund drängen.

Ich wünsche eine besinnliche Zeit, viel Ruhe und Zufriedenheit. Finde zu Dir selbst.

Namasté

lt. Wikipedia:

Die Rauhnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte), zwölf Nächte (auch Zwölfte), Glöckelnächte, Innernächte oder Unternächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen wird. Meist handelt es sich um die Zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar), aber auch andere Zeiträume, beispielsweise zwischen dem Thomastag und Neujahr, kommen in Frage.

Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten. Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt.

Zur Herkunft der Bräuche

Wortherkunft

Die Etymologie des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Einer vertretenen Ansicht zufolge geht es auf das mittelhochdeutsche Wort rûch ‚haarig‘ zurück,[1] das heute in dieser Bedeutung in der Kürschnerei als Rauhware oder Rauchware für Pelzwaren noch in Verwendung ist. Es würde sich dabei auf mit Fell bekleidete Dämonen beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh.

Eine andere Herleitung des Wortes Rauhnacht geht vom traditionellen Beräuchern der Ställe mit Weihrauch durch den Priester oder den Hofbauern aus.[2] Diese Interpretation ist ebenfalls recht alt, schon Johannes Boemus (1520) und Sebastian Franck (1534) berichten über das Beräuchern: „Die zwolff naecht zwischen Weihenacht und Heyligen drey Künig tag ist kein hauß das nit all tag weiroch rauch in yr herberg mache / für alle teüfel gespenst vnd zauberey.“[3]

Je nachdem, ob man die erste oder die zweite Deutung bevorzugt, wird die jeweilige andere als sekundäre Umdeutung interpretiert. Die Bezeichnung Glöckelnächte bezieht sich auf das „Glöckeln“, von Tür zu Tür gehen und anläuten, einen Einkehrbrauch.

Kalendarische Grundlagen

Hauptartikel: Zwischen den Jahren

Seinen Ursprung[4] hat der Brauch vermutlich in der Zeitrechnung nach einem Mondjahr. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern, die keine ganzen Mondmonate in mehrjährigem Rhythmus als Schaltmonate einschieben, um mit dem Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bleiben), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als „tote Tage“ (das sind Tage „außerhalb der Zeit“, im Besonderen außerhalb der Mondmonatsrechnung) eingeschoben. Von solchen Tagen wird in Mythologien oft verbreitet angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten fielen. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Ritualen und Volksbrauchtum.

Es wird auch vermutet, dass die Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen: sie stellen eine Interkalation bezüglich des Jahresbeginns mit der Frühlingstagundnachtgleiche nach.

Datum des Weihnachtsfestes

Im Frühchristentum war das Geburtsfest Christi relativ unbestimmt. 354 n. Chr. gibt es die erste schriftliche Überlieferung, dass in Rom das Weihnachtsfest schon länger am 25. Dezember gefeiert wurde. In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich das Datum in der gesamten Westkirche, während man im Osten überwiegend am 6. Januar Weihnachten feierte. Die Christianisierung der Germanen durch Bonifatius fand zu einer Zeit statt, da Weihnachten und das damit verbundene Johannisfest (24. Juni) bereits feststanden. Im 19. Jahrhundert entwickelten deutschnationale Kreise die Legenden eines vorchristlichen germanischen Sonnenwendfestes, von dem man behauptete, es sei von der Kirche mit christlichen Bräuchen überlagert worden (cf. J. Grimm: Deutsche Mythologie, 1835). Allerdings liegen über ein Sonnenwendfest der Germanen, ebenso wie der Kelten, keinerlei Quellen vor. Frühe römische Berichte über Germanen (Tacitus, Caesar u. a.) erwähnen keine Sonnenwendbräuche.

Die romantisch und deutschnational motivierten Mutmaßungen des 19. Jahrhunderts wurden im 20. Jahrhundert von den Nationalsozialisten systematisiert und als „uralte heidnische Bräuche“ implementiert. Neben altdeutsche Monatsnamen („Julmond“) traten nun neue Bräuche wie der „Julschmuck“ statt des Weihnachtsbaumschmucks, für die sich keine historisch belegten Anknüpfungspunkte finden.

Ähnlich verhält es sich mit den Rauhnächten: Die Vielfalt des lokalen Brauchtums legt die Annahme vorchristlicher Ursprünge nahe, ohne dass heute noch feststellbar wäre, wo die jeweiligen Ursprünge liegen.

Mythologie und Brauchtum

Die Rauhnächte sind eine Zeit, die seit der frühen Neuzeit für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken geeignet sein soll.

Die Wilde Jagd und andere Geister

Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, soll die Wilde Jagd aufbrechen. In dieser Zeit stehe das Geisterreich offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der Wilden Jagd durch die Lande ziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten (etwa im Baltikum[5], in Westdeutschland[6], speziell in der Eifel[7] und den benachbarten Ardennen[8], oder in Bulgarien und Griechenland[9]).

Diese Vorstellung spiegelt sich in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. In Norddeutschland ist bis heute das Rummelpottlaufen verbreitet.

Wahrsagen und sprechende Tiere

Angeblich sind die Rauhnächte auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt. Der Zwiebelkalender dient der Wetterprognose. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist (als Einbruch der Heidenwelt in die Christfestlichkeiten, aber auch in einer christianisierten Entsprechung) über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft.

Im 19. Jahrhundert galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt erschien dann und ging schweigend vorüber, und das Mädchen durfte sie weder ansprechen noch ihr nachschauen, weil dies den Tod bedeutet hätte (Bretagne, Wales, Schottland).

Ordnung und Umsicht

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die Wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.

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http://www.newslichter.de/2014/12/2-rauhnacht-25-26-dezember/

 

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