10 Tag Corona – Wir sind zu Haus 26.06.2020

Heute eine Bastelaufgabe der 3. Klasse. Ein Haus aus Kartons. Die Motivation war riesig., ironisch gemeint. Wir sind zusammen an den Papierabfall, haben Kartons gesucht. Nach einigem hin und her, haben wir dann einige gefunden, aus denen wir das Haus bauen können. Kleber und Thesa waren bereit. Wir haben es geschafft. Er hat es später noch etwas bemalt.

Ansonsten habe ich noch zu den bisherigen Setzlingen weitere ausgesät. Wenn es etwas wärmer wird, muss ich unbedingt mehr im Garten machen.

Und endlich!!! die Schreibtische mit Zubeör bei IKEA bestellt. Online war alles ausverkauft. Wir können diese aber bei IKEA in Freiburg abholen.

Ich habe mich nach der Arbeit heute mit viel Kleinkram beschäftigen können, den ich schon ewig vor mir her schiebe. Es geht zwar immer noch langsam, aber das ist nicht schlimm. Einfach immer einen Schritt nach dem anderen.

9. Tag Corona – Wir sind zu Hause 25.03.

Heute begann der Tag sehr holprif. Ich kam eine Stunde nicht ins System rein. Als ich es dann geschafft hatte, gab es Probleme mit der Konferenz. Die Technik wollte nicht mitspielen. Eine Kollegin hatte heute ihren letzten Tag und hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Ich habe extra das Scannen und Drucken so gelegt, dass ich noch auf Wiedersehen sagen kann. Ein etwas anderer Abschied, es waren kaum Kollegen da, nur die, die noch keinen Laptop haben.

Ich muss gestehen, es hat mich sehr traurig gemacht. Heute habe ich bemerkt, dass diese Isoliert-sein nicht spurlos am mir vorüber geht.

Dafür ging es den Jungs heute besser. Sie waren viel ruhiger. Die Wochenaufgaben wurden ruhig gemacht. Und endlich mal kein Streit. Mittags haben wir einen Spaziergang ins Ried gemacht, Bärlauch gesucht. Wunderbare Eindrücke. Die Natur ist eine Kraftquelle. Wir sind hier in unserer Region wirklich gesegnet. Wir haben uns einen ruhigen Platz gesucht, an dem wir niemanden treffen und ein kleines Picknick gemacht.

Abend gab es selbstgemachte Pizza. Auf Wunsch habe ich noch kleine Mini-Pizzen und Brot gebacken.

Bleib gesund.

8. Tag Corona – Wir sind zu Hause 24.03.2020

Es muss heute was in der Luft sein. Was für ein Tag! Er fing eigentlich ganz gut an. Die Arbeit lief gut. Ich kämpfe zwar immer noch damit, die Konferenzen einzurichten, aber auch das kommt. Ich muss sagen, von zu Hause arbeiten hat was. Ich beginne viel früher, habe somit mehr vom Tag.

Leider waren die Kinder durch den Wind. Nur Streit miteinander.
Ich bemerke, dass im Moment jeder anders mit dieser Ausgangssperre umgeht.
Mein Mann will arbeiten, den Garten auf Vordermann bringen. Solange wie er was zu tun hat, muss er nicht so viel nachdenken.

User Großer frisst es eher in sich hinein und er reagiert mit Agressivität, wenn es Zuviel ist. Ihm fehlen die Freunde, die Oma, das Training und der gewohnte Tagesablauf. Innerliche ist er ängstlich, nach außen der Agressive. Er frägt viel nach, versucht verständig zu sein, aber innnerlich steht die Angst vor dem was kommt. Er macht viel Sport, aber auch der das Laufen hilft hier nicht.

Der Kleine ist eher stabil. Er fügt sich gut ein, leidet aber unter der Agrressivität des Bruders. Er ärgert ihn dann bewusst, bis dieser explodiert, danach sitzen sie wieder wie zusammengeklebt beieinander.

Mich macht der Corona eher etwas antriebslos. ich sitze gern hin, informiere mich und beobachte. Leider muss ich immer wieder schlichten, Zuversicht ausstrahlen Streit, Geschrei ist für mich unerträglich.

Sie haben sich zwar heute Abend entschuldigt und wollen es morgen besser machen. Ich glaube, wir stellen einen Teil der Gesellschaft dar, für uns im Kleinen. Wir werden auch stärker aus diese Sperre rausgehen, als wir rein sind.

Immer mehr in meinen Umfeld erzählen, dass sie mit jemand Kontakt hatten, der auf Corona getestet wurde. Sie selbst sind vorsorglich zu Hause geblieben.

Schaffe Dir ein Umfeld mit schönen Singen, die Dir gut tun. Blumen, Bücher, Musik, leckeres Obst. Ich brauche noch Yoga, das Atmen um mich zu spüren.

Bleib gesund

7. Tag Corona – Wir sind zu Hause 23.03.2020

Heute morgen war wieder Arbeit angesagt. Ich bin sehr früh aufgestanden, da ich mein Pensum durchbringen wollte. Das Arbeiten zu Hause verlief ohne Probleme,

Die Jungs machten ihre Aufgaben. Beide nun im Kinderzimmer an ihren Tischen. Die Aufgaben gingen noch relativ gut, aber danach war heute Krawall angesagt, Irgendwas lag in der Luft. Die beiden waren nur an Streiten, Schreien, handgreiflich werden. Totaler Lagerkoller. Keine Mahnung, kein Apell ist zu den Beiden durchgedrungen. Waren einmal 5 Minuten Ruhe, ging es gleich wieder los.

Abend dann der 1. Online-Yogakurs über Jitsi Meet. Die Anmeldung ging problemlos. Das Singen hörte sich etwas gewöhnungsbedürftig an. Leider wurden wir 2 x rausgeworfen. Aber ansonsten hat meiner Meinung nach alles geklappt. Eine runde Stunde. Ich muss mal sehen, ob es noch Alternativen gibt. Evt. könnte man auch ein Video aufnehmen.

Ich bin gezwungen mich mit neuer Technik auseinanderzusetzen, was ich vorher immer etwas vermieden habe. Ab und zu brauche ich anscheinend einen Tritt in die richtige Richtung. Wenn ich mal dran bin, geht es auch.

Bleib gesund.

6. Tag Corona – Wir sind zu Hause 22.03.2020

Nun der 1. Sonntag. Beim Aufstehen scheint schon die Sonne. Der Morgen beginnt wie immer. langsames aufwachen, ein Glas Wasser, 1 Tasse Kaffee. Danach gemütlich frühstücken. Die Jungs sitzen an ihren Tabletts und sehen sich Filme an. Sie gehen danach eine Runde joggen.

Ich habe gestern versprochen Kuchen zu backen. Mein Programm beginnt mit Brühe. Ich koche einen Topf Hühnerbrühe und einen Topf Rinderbrühe.

Für mich ein Grundnahrungsmittel. Suppe geht immer: Medizin pur. Auf Wunsch der Jungs habe ich noch die versprochenen Kuchen gebacken. Apfelkuchen mit Streusel vom Blech und einen Käsekuchen ohne Boden vom Blech.

15:00 Uhr gab es die 1. Videokonferenz der 3. Klasse. Den Kindern hat es gefallen. Sie haben sich das 1 mal seit der Schulschließung wieder gesehen. Sie waren sehr aufgeregt. Am Anfang haben sie nur gewunken und durcheinander geredet, dann hat jeder erzählt. Die Schule vermisst angebliche niemand.

Ein Tag zum Durchatmen, Corona nicht im Vordergrund. Sehr erholsam

Ich bereite nun meine Online-Yogastunde vor. Morgen will ich starten.

Ich muss sagen: wir richten uns ein. Mal sehen wie es wird, wenn wieder Arbeits-„Alltag“ ansteht.

5. Tag Corona – Wir sind zu Hause 21.03.2020

Der 1. Samstag – Wochenende mit den Corona-Beschränkungen. Ein richtiger Tag zum .Ausruhen. Leider geht das bei uns samstags nicht: Samstag = Arbeitstag. Zumindest bei meinem Mann. Ich lass es hier eher gemütlich angehen. Da heute ein Baum geschnitten werden musste, war das Programm bereits fix. Das Wetter ist dabei zu vernachlässigen. Die Männer groß und klein waren beschäftigt. Ich habe mich eher innen betätigt. Papiere sortiert und weggeräumt.

Das Wetter hat heute gut mitgespielt. Ich hatte kein Verlagen, das Haus zu verlassen. Nach der Gartenarbeit hatte auch sonst niemand Lust dazu.

Eigentlich ein guter Tag. Aber leider gegen Abend Lagerkoller. Einer wollte Kuchen, ich war zu müde zum Backen, mein Mann wollte eine perfekt Wohnung. Mir war das heute egal. Es hat sich nur noch hochgeschaukelt. Anscheinend mussten die Emotionen raus.

Das Fernsehprogramm ist auch nicht so prikelnd. Jetzt räume ich mal einen Teil meiner Email auf.

Bleib gesund.

4. Tag Corona – wir sind zu Hause 20.03.2020

So, heute ist der 4. Tag an dem die Schule geschlossen hat und die Kinder zu Hause bleiben müssen. Die Jungs haben es nun begriffen und geben sich viel Mühe mit den Wochenaufgaben. Freiwillig wird gelernt. und vor allem auch eine längere Zeit ! Leider gibt es dazwischen immer wieder Streit. Sie laufen dazwischen immer wieder, damit der Kopf freier wird. Gerade der Kleine hatte viel aufzuholen. Das machen Sie schon gut.

Ich hatte meinen 1. Tag komplett zu Hause und auch meine 1. Videokonferenz. Bis ich den Lautsprecher drin hatte, ging es eine Weile, aber: es hat geklappt. Ich vermisse meine Arbeitskollegen schon. Leider bekomme ich meinen Drucker nicht angeschlossen. Nun muss ich spätestens jeden 2. Tag ins Geschäft zum Drucken und scannen. Wie schreiben uns, damit immer nur einer dort ist.

Abends noch zum Friseur, ich war mehr als überfällig. Danach hab ich noch Crash-Eis gekauft. Die Jungs haben sich Kindercocktails gewünscht. Wir haben so eine Punkteliste: es gibt grüne Stricke fürs Laufen, Krafttraining, Lernen, Mama + Papa helfen, Für 5 Striche einen Kindercocktail, Massage, Star Wars Katen (ich habe noch welche).

Ich war heute richtig zufrieden. Wir richten uns langsam ein.

Eine Teilnehmerin hat mir nun einen Weg aufgezeigt, wie ich über eine Konferenz unterrichten kann. Damit werde ich mich die nächsten Tage noch beschäftigen.

Yoga-Philosophie pur. Akzeptiere was ist und lass darauf was Neues entstehen.

Zum Thema: nicht alles ist im Moment schlecht, wird noch was kommen.

Bleibt gesund und macht das Beste daraus.

3. Tag Corona Kinder und ich zu Hause 19.03.2020

Gestern Abend habe noch alles fürs Homeoffice eingerichtet. Ich muss sagen: es ist ganz gut geworden. zwar nicht so viel Platz aber es ist OK. Heute morgen bin ich ins Geschäft, es hat noch ein Kabel gefehlt. Sie haben mich aber gleich heimgeschickt. Nur nicht zu lange bleiben.

Zuhause war das Erstaunen groß. Vor allem konnte man Mama endlich mal beim Arbeiten beobachten. Sie haben nun auch ihre Aufgaben gemacht. Der Bewegungsdrang war aber wieder sehr stark. Das tolle Wetter im Moment macht es auch nicht einfacher. Für uns Segen und Fluch zugleich. Segen, weil sie raus können, Fluch, weil es Lust auf mehr macht.

Wir haben eine kleine Krisenrunde abgehalten.
Thema 1: geschlossene Spielplatz und Boltzplätze.
Warum das so ist und wie wichtig es ist, sich daran zu halten. Sie haben nun akzeptiert, dass Freunde-Treffen nicht drin ist.
Thema 2: Verhalten untereinander.
Wir müssen voraussichtlich noch eine Zeit lang in diese Sondersituation bleiben. Nun ist es um so wichtiger, fair miteinander umzugehen.
Thema 3: Wochenaufgaben
Diese sind auch noch in dieser Woche zu erledigen. Nun rächt es sich, dass ich mich erst einmal um eine Sachen gekümmert habe. Es ist noch einiges nachzuholen, wie ich nach der Kontrolle festgestellt habe. Sie sind nochmals ran und haben noch ein paar Punkte erledigt

Leider fehlen uns Arbeitsplätze. Ich wollte bei IKEA noch Schreibtische für die Kinder bestellen. Alles ausverkauft. Diese Idee hatte wohl nicht nur ich. Corona macht flexibel. Vom Campingtisch bis Couchtisch muss im Moment alles herhalten. Aber die Schreibtische wäre schon besser gewesen.

Mein Vater hat sich auch gemeldet, er lebt allein und ihm fällt die Decke auf den Kopf. Er arbeitet ab und zu in einem Altersheim Nachtschicht. Leider hat er im Moment keinen Dienst.
Er macht sich Sorgen um die alten Leute, aber auch um Beschäftigten. Schlimm wäre, wenn eine Schicht wg. Quarantäne nicht zur Arbeit kommen könnte. Für die Pflege eine Katastrophe.

Wir haben zum Glück einen Garten. Er lenkt die Aufmerksamkeit immer wieder auf Wachsen und Gedeihen. Mich holt es runter. Ich habe schon ausgesät. Auch der Salat und Kohlrabi sind bereits im Beet. Mein Mann jätet und jätet.

Heute Abend hätte ich eigentlich 2 Yogakurse. Diese Kurse fehlen mir. Eine Teilnehmerin hat mir vorgeschlagen, per App zu unterrichten. Ihr Mann will mir helfen es einzurichten. Eine gute Idee. Er will mich per Telefon durchlotsen. Yoga per Konferenz-App. So könnte sogar meine Cousine aus der Schweiz mitmachen.

Bleibt gesund

2. Tag Corona – Kinder zu Hause 18.03.2020

Für die Jungs ist es schwer. Sie wollen raus und Freunde treffen.
Also nochmal: Es geht nicht, es kommen im Moment auch keine Freunde zu uns rein. Es müssen sich auch alle daran halten. Sie haben erst einmal draußen gespielt. Jungs klucken nicht so aufeinander drauf.

Der Ferienmodus ist immer noch angeschaltet. Wochenaufgaben: langweilig.
Ich muss mich jetzt aber erst einmal um mich und den Haushalt kümmern. ich habne nun ein Laptop und Bildschirme etc. fürs Homeoffice. Ich muss den Platz räumen und sollte noch einkaufen. Da ich nicht hamstere, fehlt leider immer etwas.

1. Tag Corona – Kinder zu Hause

So. die Kinder sind heute den 1 Tag zu Hause. Vorab war schon viel zu organisieren. Mein Mann und ich mussten beide arbeiten, aber wie. Die Oma kommt ja nicht in Frage. Im Amt liegt noch kein Beschluss vor, wie die Situation im Moment zu händeln ist, Ich war heute schon 7.15 im Geschäft, mein Mann ging nachmittags. Bei mit im Geschäft sind bereits ein Teil der Mitarbeiter der Ganztagskräfte im Homeoffice, der Rest kommt zu unterschiedlichen Zeiten rein. Es ist geplant, dass später alle von Zu Hause aus arbeiten können, sollte die Firma geschlossen werden.

Die Kinder haben leider Feriengefühle. Ich selbst bin noch nicht in der Lage einen geregelten Alltag herzustellen und zu beginnen. Ich weiß selbst noch nicht, wie der aussehen soll. Wenn ich morgen meinen Leih-Laptop bekomme, muss ich mir den neuen Alltag überlegen. Die Kinder sind im Moment draußen, wie wohnen am Ortsrand. Sie können noch gut raus. Die Einschränkungen durch Schließung der Spielplätze und des Bolzplatzes sind für sie Schikane. Corona ist weit weg trotz unserer Erklärungen.

Meine Yoga-Kurse sind abgesagt. Ich habe Verständnis dafür. Gesten Abend waren die letzten Beiden. Ich übe mich im Moment im Yoga-Weg:
Annehmen was ist und wie es kommt Ishvaha Prahanidana. Im Glauben darin, dass es genau kommen wird, wie es gut für mich ist.

Positiv ist auf jeden Fall:
Ich habe die Zeit, mein Leben in Ruhe zu überdenken. Mit den Jungs ist das leider nicht immer so möglich, wie ich es gerne hätte. Zeit, zu sähen, zu backen. Was für eine Zwangsentschleunigung. Ob ich sie so genießen kann…

Von mir aus würde ich die auch sehr liebegewonnen Termine nicht absagen. Was die Kurse angeht, muss ich überdenken, wie es nun weitergeht. Die Räume stehen nicht zur Verfügung. Aber vielleicht gibt es andere Lösungen.

Morgen muss ich noch einkaufen. Jetzt dann erst einmal eine Liste machen, damit ich nicht wieder einen Teil vergesse.